|
|
|
Literarische Wasserpoesie mit Bilder von Philipp Dubs
 |
|
 |
«WASSER! Du hast weder Geschmack, noch Farbe noch Aroma. Man kann Dich nicht beschreiben. Man schmeckt Dich ohne Dich zu kennen. Es ist nicht so, daß man Dich zum Leben braucht: Du bist das Leben!»
Antoine de Saint-Exupéry
|
|
 |
|

|
«Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser; aus Wasser ist alles und ins Wasser kehrt alles zurück.»
nach Thales von Milet in Goethes Faust |
|
|
 |
|

|
|
Des Menschen Seele gleicht dem Wasser:
Vom Himmel kommt es.
Zum Himmel steigt es.
Und wieder nieder
zur Erde muss es.
Ewig wechselnd.
Seele des Menschen,
wie gleichst Du dem Wasser!
Schicksal des Menschen,
wie gleichst Du dem Wind!
Johann Wolfgang von Goethe
|
|
 |
|

|
|
Sei wie das Wasser, es schenkt
zehntausend Dinge im Leben,
müht sich dabei nicht
und ist nahe dem Tao.
Des Wassers Güte ist es,
allen Wesen zu nützen ohne Streit.
Beim Denken zeigt sich die Güte
in der Tiefe der Gedanken.
Beim Reden zeigt sich die Güte
in der Wahrheit.
Beim Wirken zeigt sich die Güte
im Können.
Weil das Wasser nichts will,
sondern sich gehen lässt,
erreicht es sein Ziel.
Wasser ist stärker als Fels.
Härte wird durch Gewaltlosigkeit besiegt.
Lao Tse
|
|
 |
|

|
Quellen, sie münden herauf,
beinah zu eilig.
Was treibt aus Gründen herauf,
heiter und heilig?
Lässt dort im Edelsten
Glanz sich bereiten,
um uns am Wiesenrain
schlicht zu begleiten.
Wir, was erwidern wir
solcher Gebärde?
Ach, wie zergliedern wir
Wasser und Erde!
Rainer Maria Rilke
|
|
|
 |
|

|
|
Der Tropfen weint: «Wie bin vom Meer ich weit!»
Das Weltmeer lacht: «Vergeblich ist dein Leid!
Sind wir doch alle eins, sind alle Gott -
Uns trennt ja nur das winzige Pünktchen Zeit!»
Omar Chajjam
|
|
|
|
|
|
|